Hier kommt Alex… und dann kam Andi

Andreas Scheuer, das intellektuelle Moped der Politik, gibt wieder Gas. Ist die PKW-Maut des Vorgängers Alexander Dobrindt auch gescheitert, so übt sich der CSU-Schleimbeutel in Vergeltung.
Wenn sie schon nicht Maut zahlen, sollen sie per Motorrad-Sechs-Stunden-Führerschein mit ihrem Leben bezahlen und den Organspende-Phantasien des Kollegen Jens Spahn in die OP bereiten Hände spielen.

Alexander Dobrindt selbst ist nicht einfach nur ein dahergelaufener Depp, nein, er ist auch ein standhafter. Er vertrat immer politisch die unausgegorene und bis ins Detail verschärfte, vollkommene Idiotie seines Amtes. Er war der Verkehrsminister, der mit dem E-Roller zum F1-Rennen kam. Der den Diesel mit Benzin tankte, das als Umweltfreundlichkeit verkaufte und geistig noch später als die Deutsche Bahn im Bahnhof des Menschenverstandes einläuft. Vor allem aber ist und bleibt er ein Mautheld.


Aufgepasst: Der Andi ballert gerne mit dem Motorrad durch die Gegend. Foto: Fotograf Studio Weichselbaumer [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

„Hier kommt Alex“, haben die Toten Hosen gesungen, um ein Schreckgespenst der Gesellschaft zu beschreiben. Alex Dobrindt ist genau das. Doch selig die geistig Armen, sagt sich da der geneigte Christdemokrat und verzeiht dem Vier-Auge jeden Pennäler-Scherz eines Amtes, das er durch den Dreck schleifte, wie einst Vera Int-Veen ihre Kandidaten bei “Schwer verliebt”.

Platz frei für Alex: Er bricht gerne Versprechen, die sowieso niemand will. Foto: Kugler Steffen/Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Grüne, Geld und Gasoline

Die PKW-Maut ist vor dem europäischen Gerichtshof durchgefallen, das Lebenswerk der Polit-Amöbe Dobrindt damit gescheitert, seine Daseinsberechtigung verwirkt. Er scheint sowas wie der „Vorsitzende der Versager-AG“ zu sein, bezeichnete er doch einst Volker Beck als “Vorsitzenden der Pädophilen-AG”. Karma is a bitch, auch wenn die Österreicher hierbei die höhere Macht gespielt haben.
Der bayerische Krawallmacher ohne Grund (Tom Petty), polterte gerne gegen die Grünen (zwei juristische Auseinandersetzungen), wollte die Linken überwachen lassen und hätte schon in der dritten Klasse in Mathe durchfallen müssen (s. nächster Absatz). Mit der deutschen Umwelthilfe redet er noch weniger als mit seiner eigenen Frau, aber ruft gerne beim ZDF an, legt jedoch auf und kichert grenzdebil (nicht nachgewiesen).

Der Verhandlungsfuchs (“Dumm? So wie ein Fuchs?” – H. Simpson) Dobrindt hat voreilig bereits Zwölf-Jahres-Verträge geschlossen, die nun die Steuerzahler teuer zu stehen kommen können. Aber zwei Milliarden Euro sind für Dobrindt kein Grund zur Sorge. Die Steuerpläne der Grünen haben ihn 2013 deutlich mehr gesorgt. Laut seiner Rechnung hätte das Vorhaben die Familien (Alleinverdiener, zwei Kinder und 3.000 Euro Einkommen brutto) im Jahr um 3.500 Euro belastet. Der Bund der Steuerzahler kam auf eine Mehrbelastung von etwa 350 Euro. Was macht da schon eine Null. Im Kabinett Merkel fällt sie sowieso nicht auf. Vielleicht hat sich Dobrindt deshalb so lange in Amtes Würden halten können.

Selbst Unionskollege Elmar Brok bescheinigt Dobrindt, dass seine Unkenntnis nur von seinem Populismus übertroffen werde. Alexander ist der Kollege, den niemand will, der Politiker, den keiner braucht und wahrscheinlich auch im Bett eine herbe Enttäuschung (spekulativ).

Fakt ist: Alexander Dobrindt hat beim VW-Abgasskandal manipuliert was das Zeug hält, um als Ein-Mann-Anti-Aufklärungs-Industrie die Hersteller zu schützen und eine Sammelklage unmöglich zu machen.

Verstand – Scheuer kennt sein Limit

Da kommt Andreas Scheuer wie gerufen. Nicht nur auf der Autobahn kennt der elegante Schalträger kein Limit. Geistig tiefer gelegt poltert er ungebremst die nächste Idee heraus. Eine Idee, die nicht CO2-neutral, aber verstandsneutral jungen Menschen ab 25 Jahren erlaubt, in Windeseile mit einem Zweirad das Leben auf dem Asphalt abrupt zu beenden.

Sein Einsatz für eine Welt, in der sich Stickoxide frei entfalten dürfen, ist bis dato seine Errungenschaft von größter Nachhaltigkeit. Die Konsequenzen werden wir in Jahrzehnten erfahren. *husthust*

Was bleibt ist die Frage, ob das Amt des Verkehrsministers und digitaler Infrastruktur nicht auch mehr als eine sechsstündige Amtseinführung bräuchte? Ein IQ-Limit scheint das Amt aber zu haben.

Avatar

Article by Fabian Schütz

Geboren in der Nähe von Augsburg, aufgewachsen ohne Verstand aber mit sehr lieben Eltern, hat traurige Berühmtheit als Klassenclown erlangt. Danach Buchhändler, dann Student des Journalismus und hat die Liebe zur Kunst entdeckt. Die Kunst des Blödsinns. Seitdem hat er beschlossen die Menschen um sich zum Lachen zu bringen. Er mag keinen Rosenkohl, Hitler und Katzen. Er glaubt das sei die Dreifaltigkeit aus der Hölle.