Machtwechsel der Geschlechter

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Der erste Staatsstreich ist geglückt. Wie einst Napoleon, übernimmt nun Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) das Militär bzw. die Bundeswehr. Locker hat sie nebenbei Friedrich Merz ausgebootet, der den militärischen Restposten sowieso nur zerschlagen und direkt an den Kapitalmarkt verscherbelt hätte. Links geblinkt und rechts überholt hat sie den immer noch amtierenden Gesundheitsminister Jens Spahn, der die strammen Truppen aber höchstwahrscheinlich sowieso nur in weitere Schwulitäten gebracht hätte.

Eine Frau erneut an der Spitze des traditionellsten Männervereins unseres Landes. Skandal oder Chance? Ganz klar ein Chandal! In bester Uschi-Manier hat sie sofort eine Erhöhung der Rüstungsausgaben gefordert, ein paar neue Rotorblätter und eine komplette Nerf©-Ausrüstung für jeden Kampfeswilligen, um den Nato-Standards gerecht zu werden.

Außerdem, sollen die sich in Privatbesitz befindlichen Raketen und anderweitige Munition, bitteschön, wieder zurückgegeben werden. „Wenn bis Freitag wieder alles an seinem Platz liegt, so gibt es auch keinen Ärger und man hakt das als einen Jungenstreich im Übermut ab“, heißt es aus den leitenden Kreisen.

Wehrmacht den Anfängen!

Die Truppen sollen wieder aussehen wie aus dem Ei gepellt, denn die Eliten des Landes wollen sich beschützt wissen, wenn der nächste G20-Gipfel ansteht oder der Russe nach der Krim auch noch Langeoog besetzen möchte. Eine Unterwanderung der Bundeswehr durch ein paar rechtsextreme Kräfte braucht man auch nicht weiter zu fürchten, wenn AKK mal streng über den Brillenrand schielt, fällt der Wehrmachtsorden direkt von der Uniform, purzelt der Wehrmachtshelm wieder unters Bett und lässt aus dem Hakenkreuz-Tattoo ein schönes Flüchtlingsheim werden.

AKK ist die konsequente Entscheidung einer hilflosen Regierung mit ihren Personalrochaden alles zu versuchen, nur um sich nicht selbst am Ende schachmatt zu setzen. Das Konzept geht auf, der Schachzug gelingt, solange niemand die Regeln versteht oder sich die Mühe macht, sie zu lesen.

AKK kann sich hierbei vielleicht profilieren, vielleicht scheitern, vielleicht das ein oder andere Bierchen mit den Obersten und Generälen zwitschern. Aber viel mehr kaputt machen kann sie nicht. Die Bundeswehr ist inzwischen eine Art Gummizelle für politische Profilschärfung.

Frauen an der Macht

AKK ist sich ihrer Verantwortung bewusst, weiß, dass die Blicke auf ihr ruhen. Das mächtigste Dreigestirn sind nun drei Damen:
Die Kanzlerin Angela Merkel, die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und AKK. Vergessen wird oft, dass diese Frauen auch Männer haben. Macht kann also auch auf das Patriarchat anziehend wirken, wenn es Ausstrahlung (Eis, Eis und nochmal Eis) und Attraktivität (optisches Hartz IV) nicht vermögen.
Umjubelt haben wir den Machtwechsel der Geschlechter, umjubelt haben wir Deutschen aber auch den Auszug in die weite Welt im Jahr 1914. Wir jubeln gerne, aber wir verlieren auch gerne. Manchmal Weltkriege, im Reality-TV unsere Würde und in der Politik den Verstand, wenn vor lauter Östrogen-Verpackung, der Inhalt doch der gleiche Testosteron geladene Mumpitz ist:
Es hat sich nichts geändert, wir sind keinen Deut sanfter, verständnisvoller oder kuscheliger geworden. Egal ob Katja Kipping bei den Linken, Annalena Baerbock bei den Grünen oder AKK bei der CDU. Und bis vor kurzem auch noch die Rheinland-Pfalz-Röhre Andrea Nahles.

Es hatte wohl einen Grund, warum Herbert Grönemeyer Kinder an der Macht sehen wollte und keine Frauen.
Es war schließlich schon im Sandkasten so, wenn man mit den Nachbarskindern fröhlich ein kleines Dorf bastelte und dann gemütlich mit dem Laster alles plattwalzte, während man sich gegenseitig schaufelweise Sand ins Gesicht warf: Kaum kam die Schwester dazu und wollte mitspielen, war der Spaß vorbei, weil ihr nicht klar war, dass mitspielen bedeutet, schaufelweise Sand ins Gesicht zu bekommen.

Der Punkt ist der, dass es folglich völlig egal ist, wer an den Schlüsselpositionen sitzt. Ob Mann, Frau oder mein Hamster, solange die Spielregeln immer noch die gleichen sind.

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Article by Fabian Schütz

Geboren in der Nähe von Augsburg, aufgewachsen ohne Verstand aber mit sehr lieben Eltern, hat traurige Berühmtheit als Klassenclown erlangt. Danach Buchhändler, dann Student des Journalismus und hat die Liebe zur Kunst entdeckt. Die Kunst des Blödsinns. Seitdem hat er beschlossen die Menschen um sich zum Lachen zu bringen. Er mag keinen Rosenkohl, Hitler und Katzen. Er glaubt das sei die Dreifaltigkeit aus der Hölle.