Viel Rauch um…

Januar

IrRelevant – die Monatskritik

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Januar

Die Weihnachtsgeschenke sind ausgepackt, umgetauscht oder weiterverschenkt. Die letzten Plätzchen sind verdaut oder verursachen hartnäckige Verstopfung und die ersten Neujahrsvorsätze bereits gebrochen. Der Neustart ins neue Jahr entpuppt sich als Fehlstart. Zeit sich also zurückzulehnen, aufzugeben und sich eine Zigarette anzustecken.
Dabei waren die Hoffnungen keineswegs zu klein. 2020 muss das Klima gerettet, der Wohnungsmarkt stabilisiert und viel integriert werden.

Katharina Schulzes Mittelfinger zeigt, dass internationale Verständigung bereits in der Politik angekommen ist, Argumente und Vorbildfunktion ein teures Ideal sind, das sich in Krisenzeiten niemand leisten kann. Während wir noch über der Steuererklärung brüten, um noch ein paar Euro vom Staat zurückzubekommen, damit der nächste Urlaubsflug nach Übersee angezahlt werden kann, ist Alexander Gauland bereits der Steuerhinterziehung verdächtig. Nur auf diese Weise hatte man einst Al Capone stellen können. Der trug allerdings wenigstens Hut und steckte sich hin und wieder eine Zigarette an.

Iran, Trump und Habeck: Alles Kaeser

Der Iran verwechselt Passagierflugzeuge mit Langstreckenraketen, lügt und wird dann gefeiert als die iranische Regierung gesteht. Ein Zeichen auch für Ursula von der Leyen, dass die Welt doch eine gnädige ist, dass die westliche Gesellschaft alles verzeiht, wenn man ehrlich und einsichtig ist: Auch ein paar unschuldige Tote. Aber sowas ist – soweit sind sich Experten einig – auch Folge der strikten „No-Fly“-Politik der Grünen. Von Gnade kann auch Andreas Scheuer noch profitieren. Ehrliche Worte, das eigene Unvermögen eingestehen, abdanken und sich eine Zigarette anstecken, das wäre ein würdiger Abgang.

Robert Habeck boulevardisierte den Wirtschaftsgipfel in Davos. Streitet sich auf dem Niveau eines Viertklässlers mit Donald Trump, dessen Rhetorik-Schule aus dem Hause Eric Cartmans (South Park) entlehnt ist. Unmöglich zu sagen, wer von beiden die Oberhand behalten hat. Trump war wie immer, Habecks Profilierungsanspruch allerdings hätte weit besser funktioniert, wenn er ein 16-jähriges Mädchen mit Zöpfen wäre. Außerdem ging es in Davos wohl mehr um das gemeinsame Abhängen und Schlemmen als um Inhalte. Fazit: Man sollte sich in Elektro-Autos keine Zigarette anstecken, da ansonsten schnell das ganze Auto brennt. Akkus der E-Autos können übrigens unbedenklich im Hausmüll entsorgt werden.

Siemens-Chef Joe Kaeser bietet per Twitter Luisa Neubauer von „Fridays For Future“ einen Aufsichtsratsposten an, den die ablehnt, dafür Siegmar Gabriel den bei der Deutschen Bank annimmt. Gabriel erntet zurecht Kritik, aber handelt er doch nur – wie schon SPD-Veteran Gerhard Schröder zuvor – und folgt nur der Spur des Geldes. Die endet allerdings bei der Deutschen Bank abrupt, da diese Milliarden-Verluste verzeichnet. Über derartige Aufregung soll Schröder nur polternd gelacht und sich eine Zigarre mit einem 500-Euro-Schein angesteckt haben.

Chinas menschliche Biowaffen

Daweil sind Donald Trump und Israels Benjamin Netanjahu best friends forever geworden, haben sie nun endlich eine Lösung für den Nahen Osten gefunden. Die Palästinenser dürfen einmal im Jahr in den Randgebieten Urlaub machen, verzichten allerdings auf ihr Territorium und bekommen im Gegenzug eine Jahreskarte für die Klagemauer und zwei Ziegen.

Die EU hat auch eine Lösung gefunden, sich mit den Briten geeinigt, die jetzt den Brexit vollziehen und schon in ein paar Wochen von der Landkarte getilgt sind, dahingerafft von Hunger, Corona und Guiness. Das freigewordene Gebiet wird dann an Palästina verkauft, die kurzdarauf mit der nordirischen Siedlungspolitik in Konflikt geraten. Daraufhin marschiert Recep Tayyip Erdogan in Schottland ein, um die Insel zu stabilisieren, weshalb sich der Russe genötigt sieht eine Sicherheitszone in Frankreich zu errichten. Genüsslich kann an dieser Stelle dann eine Gauloises angesteckt werden und das Grande Finale mit etwas Nikotin im Blut gelassen abgewartet werden.

Unterdessen nutzt der Chinese nämlich seine menschlichen Biowaffen, die an vielen europäischen Elite-Unis studieren, und legt somit den ganzen Kontinent lahm, der als Seuchen-Sperrgebiet zur „verbotenen Zone“ erklärt wird. Die Höckejugend übernimmt kurzzeitig das Ruder, verkracht sich aber mit Combat18 und fliegt mit seinem rechten Flügel nur im Kreis.

Bis es aber soweit ist können wir beruhigt auf die Vorsätze pfeifen, eine Zigarette anstecken und unsere Steuern zahlen. Denn genauso wie Gauland haben wir keine Immunität, weder juristisch noch medizinisch gegen das Coronavirus. Und wie die unübersichtliche Lage bei dem neuen Virus, ist der Januar erst der Anfang. Die Fortsetzung hat dann hoffentlich mehr zu bieten. Aber ein Happy End gibt es nur im asiatischen Massage-Studio gegen Aufpreis.

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Article by Fabian Schütz

Geboren in der Nähe von Augsburg, aufgewachsen ohne Verstand aber mit sehr lieben Eltern, hat traurige Berühmtheit als Klassenclown erlangt. Danach Buchhändler, dann Student des Journalismus und hat die Liebe zur Kunst entdeckt. Die Kunst des Blödsinns. Seitdem hat er beschlossen die Menschen um sich zum Lachen zu bringen. Er mag keinen Rosenkohl, Hitler und Katzen. Er glaubt das sei die Dreifaltigkeit aus der Hölle.