Vier Fragen zu Trump und Mexiko

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Eines von Donald Trump’s größten Wahlversprechen war der Bau einer Mauer zwischen den USA und Mexiko. Wie denken die Menschen aus den beiden Ländern heute darüber und wie bewerten sie die amerikanische Politik generell? Wir haben mit Kory Koster, einem Kundenservice-Mitarbeiter einer amerikanischen Firma und Manuel Zumaya Robles, einem Studenten aus Mexiko gesprochen.

Kory Koster

 

 

 

 

 

Manuel Zumaya Robles

 

Wie stehst du zu Donald Trump?

 

Momentan stehe ich ihm mit gemischten Gefühlen gegenüber. Ich habe zwar für ihn gestimmt, aber mehr nach dem Prinzip des geringeren Übels. Ich konnte vielen Dingen, die Clinton gesagt hat, nicht zustimmen. Wenn dann waren es die gemeinsamen Punkte von ihr und Bernie Sanders, die mich überzeugt haben. Um ehrlich zu sein denke ich, dass Trump bei vielen Sachen die richtigen Ideen hat. Seine Ausführung ist bloß ziemlich schlecht. Er geht auf Twitter und lässt alles wie ein Teenager raus. Das ist nicht wirklich die Art, die man vom Anführer der Freien Welt erwartet. Ich glaube aber, dass seine Steuerreform keine schlechte Idee ist. Die Vorteile für die Wohlhabenden sind zwar größer, aber an dem Punkt hilft alles.

 

Donald Trump ist nicht der Anführer, den die USA braucht, auch wenn sein inkorrektes Verhalten gut bei den Leuten ankommt. Er konzentriert sich nicht auf die wichtigen Themen für sein Land. Er legt außerdem kein normales Verhalten an den Tag, also können die Menschen alles von ihm erwarten. Seine gute Seite ist, dass er weiß, wie er seinem Land mit dem Ausweiten von Investments und dem Anziehen von mehr Firmen helfen kann. Auch, wenn das für eine große Wirtschaft nicht reicht.

 

Sind Mexikaner, die illegal die US-Grenze übertreten wirklich so ein großes Problem, dass eine Grenzmauer gebraucht wird?

 

Ich habe keine genauen Zahlen der Illegalen, aber ich habe Freunde, die beim Grenzschutz arbeiten. Das Problem ist nicht, dass sie herkommen wollen. Das Problem ist, dass sie oft die Vorteile eines Staatsbürgers genießen, ohne es zu sein. Krankenversicherung, Wohlfahrt, Sozialversicherung und so weiter.
Ich stimme dem zu, dass wir die Einwanderungspolitik ändern müssen, um die Menschen schneller einzubürgern. Aber ich glaube auch, dass die Menschen richtig geprüft werden müssen, damit niemand rein kommt, der nur Terror verbreiten will. Ob eine Mauer gebraucht wird? Kommt darauf an, wen man fragt. Ich denke, an manchen Orten ist es wahrscheinlich nicht die schlechteste Idee. Um Texas und Arizona gibt es viele Drogenkartelle. Aber ich glaube, wenn jemand die Grenze überschreiten will, dann findet er immer einen Weg.

 

Das Problem gibt es nur, weil die US-Regierung den Immigranten viele Auflagen gestellt hat, um über die Grenze zu kommen. Deshalb müssen viele die Grenze illegal überschreiten. Allerdings leben viele Mexikaner heute legal in den Vereinigten Staaten, weil die letzte Regierung Programme eingeführt hat, um sie einzubürgern. Die Mauer könnte ein Problem sein, weil sie viel Geld kosten würde. Es gibt andere Wege, die beide Länder in Erwägung ziehen sollten, die die meisten Probleme lösen würden. Doch eine Mauer könnte Mexiko in einem Punkt positiv beeinflussen. Ein großes Problem in Mexiko ist nämlich, dass viele Waffen illegal aus den USA kommen. Das beeinflusst das Land negativ, da die Waffen an kriminelle Gruppierungen gehen.

 

Verstehst du die andere Seite?

 

Ich glaube ich verstehe die andere Seite ganz gut und ich stimme auch manchmal zu. In meinen Augen sind die Argumente von beiden Seiten voller Scheiße, auch wenn es Menschen gibt, die gute Ideen haben. Washington ist komplett korrupt und die handvoll Politiker, die es nicht sind, werden von der Bürokratie zum Schweigen gebracht und überhört. Der einzige Weg, dass etwas besser wird, ist dass Senatoren, Abgeordnete und der Präsident für das amerikanische Volk zusammenarbeiten, anstatt bloß daran zu arbeiten, im Amt zu bleiben. Ich glaube zum Beispiel, dass es keine schlechte Idee ist, bestimmte Programme für die Wohlfahrt oder Krankenversicherung zu haben. Das Problem ist die Ausführung. Wohlfahrt ist für Millionen von Menschen in diesem Land zum Ausweichplan geworden. Es ist inzwischen leichter, nicht zu arbeiten und die Regierung bezahlt mehr, als man mit Arbeit verdient. Wo bleibt da der Ansporn, zu arbeiten? Genauso bei der Krankenversicherung. Eine Bürgerversicherung würde die Steuern in die Höhe schießen lassen. Bei diesen Punkten braucht es mehr Kompromisse. Behalte die Wohlfart, aber begrenze sie auf sechs Monate im Jahr. Es sollte kein lebenslanges Programm sein. Bei der Krankenversicherung sollte es Wahlfreiheit geben. Wenn man seinen aktuellen Plan behalten will, sollte man dafür nicht bestraft werden und wenn man die Bürgerversicherung will, sollte das eine individuelle Entscheidung sein.

 

Ja, ich denke ich kenne die Gründe. Die meisten Immigranten, die in die USA kommen, sind kompetent in vielen Arbeitsbereichen. Sie haben außerdem kein Problem damit, weniger Lohn anzunehmen als US-Bürger. Deswegen werden Mexikaner bevorzugt eingestellt. Hinzu kommt, dass US-Bürger Steuern bezahlen. Manche Immigranten tun das nicht, profitieren aber auch von der Regierung. Das wirkt natürlich unfair.

 

Wäre Hillary Clinton die bessere Präsidentin gewesen?

 

Ich denke ganz ehrlich, anhand der Beweise die seit der Wahl veröffentlicht wurden, dass sie korrupter war, als irgendjemand sonst. Nicht, dass Trump nicht auch korrupt oder gar perfekt wäre. Ich glaube aber, dass Clinton die Präsidentschaft mehr für ihre persönliche Agenda benutzt hätte, als für das amerikanische Volk, was man aber wahrscheinlich über jeden Präsidenten sagen kann. Wie gesagt, ich weiß, dass Trump nicht der beste Präsident ist. Aber ich glaube, dass die Leute, die er um sich versammelt hat, ihn mehr in Linie halten werden, was seine Politik und Entscheidungen angeht, als die Leute, die Clinton um sich herum gehabt hätte. Aber natürlich weiß ich das nicht. Ich habe für Trump gestimmt, weil er das kleinere Übel war. In den Vorwahlen habe ich glaube ich für Cruz gestimmt. Wir sind ein Jahr in der vierjährigen Präsidentschaft und nur die Zeit wird zeigen, wie alles ausgeht.

 

Wahrscheinlich eine bessere Präsidentin als Trump. Aber um ehrlich zu sein, müssen die USA mehr ändern, als nur ihren Präsidenten. Viele Sachen wie etwa die Studiengebühren, denn es ist sehr schwer für Studenten, die hohen Kosten zu bezahlen. Für die Menschen ist außerdem die Krankenversicherung sehr teuer. Meiner Meinung nach, wäre Bernie Sanders die beste Option für das Land, weil er viele Sachen verändern wollte, womit er dem Land geholfen hätte, fairer für die verschiedenen Sozialen Klassen zu sein.

 


One of Donald Trump’s biggest promises in the presidential race was to build a wall between the USA an Mexico. But what do the people of these countries today think about that topic and the US politics generally? We asked Kory Koster, a customer service representative for an American trucking company and Manuel Zumaya Robles, an university student from Mexico about it.

 

What is your opinion on Donald Trump?

 

I really have a mixed bag on trump at this point. I did indeed vote for him, more out of the idea of the lesser evil so to speak. I did not agree with a lot of what Clinton had to say. I did agree with some of the ideas that both her and Bernie had. I think honestly Trump has the right idea for a lot of things. His execution however is very poor. He takes to twitter and just vocalizes everything like a teenager. Thats not really the class and etiquette that you expect from the leader of the free world. I think his tax reform plan is not a terrible idea. I think the benefits are greater for those with more money but at this point anything helps.

 

Donald Trump is not the correct leader the USA need, even though his incorrect behavior to people values. He does not focus on the important subjects for his country. He also does not have a regular behavior so people can expect anything from him. His good point is that he knows how to help the country by increasing investment and attract more businesses, though not enough for a big economy.

 

Are Mexicans crossing the US border illegaly that much of a problem, that a border wall is needed?

 

I do not have specific numbers on the amount of illegals but I do have some friends that work for border control. The problem isn’t that they want to come here. It is that a lot of the time when they get here they get all the benefits of being a citizen without being a citizen. Healthcare, welfare, social security, etcetera. This is one issue that I myself am torn on a lot. I agree that we need to ease up on the immigration policies to allow a quicker turnaround from application to citizen, but I also agree that people need to be properly vetted so we dont have people that come in to just cause terror. Is a border wall necessary? Well, that depends on who you ask. Personally, I don’t think it’s the worst idea in certain places. There are a lot of drug cartels around Texas and Arizona so in key areas I don’t disagree. But I think that if someone wants to cross they will find a way.

 

I think that was something common in the past because the US government made a lot of regulations for Mexican people who want to enter the country thus making people try to enter in an incorrect way. But actually many Mexicans who live there live there legally because the last government implemented programs to regulate this people. The wall could be a problem because it would cost a lot of money and there are other strategies that both countries should implant that would stop most of the problems. But a wall could also affect Mexico in a positive way. A big problem in Mexico is that there are many guns entering the country illegally from the US. That affects the country because the criminal groups acquire these tools.

 

Do you understand the opinion of the other side?

 

I think I have a pretty good grasp on the opinion of the other side and frankly I do not always disagree. I think that both sides are honestly full of shit most of the time but there are some people who have good ideas. Washington is completely corrupt and the few politicians that aren’t are so out voiced by the bureaucracy that they are not heard. The only way for things to get better are for senators and house members and the president to all work together for the american people instead of just working to keep themselves in office. I think having certain programs for welfare or healthcare is not a bad idea. The problem is the execution. Welfare has become a fall back plan for millions of people in this country. The problem is that its easier to not work and the government will pay you more than someone who does work. So what’s the incentive to work anymore? Same with healthcare. National healthcare would cause taxes to skyrocket. I honestly think that there needs to be more middle ground in this issues. Keep welfare but limit it to six months to a year. It should not be a for life program. Healthcare should be a choice. If you want to keep your current plan you shouldn’t be punished for it,and if you want the government care than that should be the choice of the individual.

 

Yes I think I know the reasons. Most of the immigrants of course who come to the country are competent to work in different fields. They don’t have a problem with receiving a lesser salary compared to the US citizens. That’s why the Mexicans get hired preferred. Another point is that the US citizens pay taxes. Some immigrants don’t pay taxes and use all the resources of the government. That of course seems unfair.

 

Would Hillary Clinton have been better as President of the United States?

 

I think honestly from the evidence that has been released since the election that she was more corrupt than anyone else. Not saying that Trump is not corrupted at all or perfect by any means. I think Clinton would have used the presidency for personal agenda more than for the american people which I guess you could say for any president honestly. Again I know for sure that Trump is not the best president, but I do think that the people he surrounded himself with will help keep him more in line policy wise and decision wise than the people that Clinton would have had. Like I said I voted for Trump as the lesser of two evils. In the primary I believe I voted for Cruz. We are one year into four and only time will tell how all this works out.

 

Probably a better president than Trump. But to be honest the USA needs to change more things than just the President. Many things like education costs, because it is very difficult for students to have enough money to pay for university. Also for the people health insurance is very expensive. In my opinion Bernie Sanders would be the best option for the country because he wants to change many things that would help the country to be fair for different social classes.
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Article by Relevant Magazin

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