Wer redet, kann nichts falsch machen

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Es ist schwierig geworden die richtigen Worte in der richtigen Situation von sich zu geben. Viele Leute stellen beispielsweise die falsche Frage in der richtigen Situation:

„Ist noch was von der leckeren Pasta da?“, ist während einer Trauerfeier völlig unangebracht. Genauso, ob der neue Trend E-Scooter fahren oder wahllos Passanten vor den einfahrenden Zug zu schubsen, ist.

„Kann mir jemand seine Schuhe borgen? Schwarz wäre gut“, ist während der Hochzeitsmesse auch der falsche Moment, weil zu spät. Auch wenn hier die Farbe eine wichtige, weil dem Dress-Code entsprechende, Information ist.
„War der Verbrecher ein Deutscher oder einer dieser farbigen Migranten?“, ist nach einem Gewaltakt die falsche Frage. Richtig müsste es heißen: „Warum haben so viele Menschen so gewaltig einen an der Waffel?“ Die Information, woher Gewalttäter kommen, kann dennoch eine nützliche sein, relativiert die Tat aber in keinster Weise. Die letzten Worte, „oh, immerhin hat er einen deutschen Pass“, während man vor den Zug gestoßen wird, werden die sehr unangenehme Lage nicht entscheidend verbessern.

Politische Korrektheit, Themenwahl in der Gesprächsführung und Eigenvermarktung der Personality stets im Blick zu haben, und damit gekonnt zu jonglieren, sind die zentralen Herausforderungen unserer Zeit.

Aber genau dafür hat IrRelevant für Euch die passenden Worte parat. Mit uns könnt Ihr Euch aus jeder Situation rausphrasieren, Zustimmung ernten wie Kokain in Kolumbien und ganz lässig einen aalglatten Charakter zur Schau stellen. Es gibt keine falsche Situation, es gibt nur falsche Meinungen, also habt nur die, bei der Euch niemand widersprechen kann:

Eine Rede für alle

„Es ist uns ein großes Vergnügen, zu Ihnen zu sprechen. Wir müssen deutlich betonen, dass uns auch so einiges missfällt. Aber, und das ist letztlich der Knackpunkt, wir müssen die positiven Aspekte hervorheben.

Niemand kann behaupten, wir hätten nichts erreicht. Höchstens, wir haben noch nicht alles erreicht. Diese Kritik nehmen wir auch sehr ernst. Wir hören zu, blicken wachen Auges in die Welt und auf die Gesellschaft. Ja, wir haben das Klima noch nicht gerettet. Aber wir haben gesagt und ausdrücklich betont, dass wir Schritte einleiten, die dann auch notwendig sind.

Natürlich müssen wir die Wurzeln des Übels bekämpfen, dort ansetzen, wo Ungemach entsteht. Wir stellen uns der Realität. Wir wünschen uns eine bunte Gesellschaft, aber sagen auch hier klipp und klar, dafür muss man auch etwas leisten. Ja, da nehmen wir uns auch in die Pflicht, um energisch darauf hinzudeuten, dass sowas nicht alleine zu stemmen ist. Kooperation und Nachhaltig, ein Miteinander, das sind doch nicht nur Worte. Das sind auch Taten, die wir bereit sind klar zu benennen und nicht nur in den Raum zu stellen.

Wir können es uns nicht leisten wegzusehen, nichts zu tun, still zu sein. Wir müssen es uns vielmehr leisten, die Stimme zu erheben, zu sagen, die Leute da draußen haben recht. Ja, es ist mutig geworden, seine Meinung zu äußern, wenn sie dem Mainstream zuwiderläuft. Deswegen stellen wir uns auch gegen eine Mehrheit aus Einzeltätern, aber aus demokratischer Sicht, und das ist hier der Ausdruck unserer Stärke – die nachhaltige demokratische Grundordnung zu sichern – müssen wir auch der Mehrheit nachgeben und Fehler einräumen.

Das sagen wir ja immer wieder. Aus Fehlern lernen wir, werden wir klüger, gehen wir gestärkt heraus. Hin und wieder verlangt das von uns auch Opfer, Verzicht und Mäßigung, aber vor allem zeigt es auch, dass wir Fortschritte machen. Fortschritte für eine lebensfähige Zukunft, ja für zukünftige Lebensfähigkeit. Und es ist klar, es entbehrt jeden Sachverstandes, da akribisch nachzufragen und Erbsen zu zählen, es sind ja letztlich die Taten, die für uns sprechen. Und deswegen sprechen wir auch zu Ihnen. Mit endlich klaren Worten, auch mal deutlich, wir müssen das ansprechen, weil es andere eben nicht tun. Und genau das macht uns so stark und diese Stärke geben wir dann weiter.

Wir möchten auch nicht länger um den heißen Brei herumreden, gerade nicht in Zeiten, wo sich nicht mehr jeder seinen Brei leisten kann. Wenn die Suppe auszulöffeln teurer ist als sie sich einzubrocken, dann sind wir gefragt, und dann – meine Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, auch Sie, ja wir holen alle ab, nehmen alle mit – gerade dann sind wir gefragt, und sagen, dass wir das so nicht einfach hinnehmen können. Und wollen auch nicht. Da heißt es dann Kante zeigen. Position beziehen. Keine Meinung machen, sondern eine haben.

Und dafür stehen wir. Auch im Sitzen. Vielen Dank für Ihre, ja Eure und die von allen anderen, danke, für die Aufmerksamkeit und für das Vertrauen! Wir können sie gar nicht mehr enttäuschen als wir es bisher möglich gemacht haben. Und wir werden weiterhin zeigen, dass wir für Möglichkeiten stehen, denn mehr Möglichkeiten bedeuten letztlich ein Gewinn an Freiheit!

Dankeschön!“

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Article by Fabian Schütz

Geboren in der Nähe von Augsburg, aufgewachsen ohne Verstand aber mit sehr lieben Eltern, hat traurige Berühmtheit als Klassenclown erlangt. Danach Buchhändler, dann Student des Journalismus und hat die Liebe zur Kunst entdeckt. Die Kunst des Blödsinns. Seitdem hat er beschlossen die Menschen um sich zum Lachen zu bringen. Er mag keinen Rosenkohl, Hitler und Katzen. Er glaubt das sei die Dreifaltigkeit aus der Hölle.